Das Jubiläumsjahr nutzen wir auch, um an die Orte zurückzukehren, die eng mit der Ensemblehistorie verbunden sind. Dazu zählt auch die Basilika im nordthüringischen Münchenlohra.
Am 21. August 2011 waren wir erstmalig dort zu Gast. Damals war die kleine Basilika noch nicht restauriert und das benachbarte Klostergebäude verfügte lediglich über eine kleine Toilette und staubige verwitterte Zimmer.
Über die Jahre waren wir immer wieder dort und beobachteten so, was durch ehrenamtliches Engagement, viel Kraft und mit einer gehörigen Portion Fantasie alles möglich gemacht werden kann. Dazu gehörten auch Konzerte in einer eher einer Baustelle gleichenden, vollkommen eingerüsteten Basilika.
Am vergangenen Sonntag (14. Juni 2026) waren wir das mittlerweile achte Mal in Münchenlohra zu Gast. In der schon seit einigen Jahren vollständig restaurierten Basilika mit ihrer beeindruckenden Akustik badeten wir im Klang geistlicher Werke von Ruth Zechlin, Francis Poulenc und Mark Whitfield.
Aufgrund des unbeständigen Wetters blieben wir auch für den zweiten weltlichen Teil in der Basilika. In diesem Jahr – auch bei fast allen vorgehenden Konzerten in Münchenlohra standen Uraufführungen auf dem Programm – führten wir erstmalig zwei Werke vom neuseeländischen Komponisten David Hamilton auf, die er uns für unseren Ensemblegeburtstag geschrieben hat.
Nach zwei Zugaben und sehr netten Gespräche mit dem Publikum kehrten wir im Anschluss in die Klosterstube zum Abendessen ein.
Denn auch das angrenzende Klostergebäude ist mittlerweile in einem tollen Zustand: im Erdgeschoss wurde eine Klosterstube mit Küche eingerichtet, die dem Publikum vor und nach den Konzerten Möglichkeit bietet, Kaffee, Kuchen und andere Köstlichkeiten zu sich zu nehmen. Im Obergeschoss wurden Pilgerwohnungen eingerichtet und ein kleiner Kammermusiksaal lockt immer wieder die Kulturinteressierten für Lesungen, Diskussionen und Kammerkonzerte an diesen herrlichen Ort.
Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle Familie Patzelt. Seit Jahren motivieren sie Menschen, das nordthüringische Kleinod weiter aufzubauen und zu pflegen und schaffen mit tollen Veranstaltungsangeboten einen echten kulturellen Mehrwert für die Region.
Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Konzert dort!




