Nach der Sommerpause begann die neue Saison mit drei Konzerten in Mitteldeutschland.
Am 15. August 2026 waren zuerst mit unserem Programm HYMNS AND SONGS zu Gast beim Altenburger Musikfestival 2026. Spielstätte war die Gottesackerkirche Altenburg, ein Gebäude, das Mitte des 17. Jahrhunderts als Abschluss des Friedhofs gebaut wurde. Bis in die 1970er Jahre wurde der Raum noch als Friedhofskirche genutzt. Seitdem ist er weitestgehend dem Verfall preisgegeben. Für das Konzert musste der Veranstalter eine Sondergenehmigung bei der Stadt einholen und allerhand Überredungskunst anwenden und Auflagen erfüllen, damit schlussendlich wir singen und Menschen zuhören durften. Eine tolle Erfahrung!
Am 29. August 2026 schloss sich ein Konzert in Hohnstädt bei Grimma an. Die örtlichen Ortschronisten hatten uns für die Einweihungsfeierlichkeit zweier Grabplatten zu einem Konzert eingeladen. Die Hohnstädter Ortschronisten hatten die originalen Grabplatten des ehemaligen Land- und Rittergutsbesitzers Dr. Theodor Alexander Platzmann und seiner Frau Marianna, die seit 1832 ortsprägend ansässig waren und auf dem Hohnstädter Friedhof eine Familiengrabstelle hatten, anonym übergeben bekommen und nun restauriert.
In Vorbereitung dieser Veranstaltung erfuhren wir allerhand über den Ort und die enorme Vernetzung des Dorfs. Denn im benachbarten Grimma war nicht nur Paul Gehardt zeitweise zur Schule gegangen. Vielmehr kehrten bei Hohnstädt Namen wie Gottfried Seume und Friedrich Schiller ein. Und Familie Platzmann hatte eine enge Verbindung zu Felix Mendelssohn Bartholdy. Dr. Theodor Alexander Platzmann war selbst Mitglied der Liedertafel. Und so standen natürlich neben geistlichen Werken auch einige Kompositionen von Mendelssohn und Zelter auf dem Programm, die den Liedertafeln zugewidmet waren.
Schon 2021 durften wir beim Festival ALTE MUSIK IN LEUBNITZ zu Gast sein. Damals war die Kirche komplett eingerüstet, denn in den Jahren davor gab es dramatische Bewegungen im Gebäude, weil die Grundsubstanz, auf der die Kirche steht, instabil und in Bewegung ist. Die Folgen waren massive Rissschäden, die im Rahmen von aufwändigen Stabilisierungs- und Sanierungsarbeiten behoben wurde.
Umso mehr freuten wir uns, dass wir am 30. August 2026 erneut in diesem schönen Raum singen durften. Weltliche und Geistliche Werke von Jakobus Vaet, Orlando di Lasso, Johann Sebastian Bach aber auch Ruth Zechlin und Alt-Thomaskantor Georg Christoph Biller standen auf dem Programm.







